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Wie der Facebook EdgeRank die Reichweite von Statusupdates beeinflusst

Bekanntlich bekommen wir auf Facebook nicht alle Statusupdates unserer Freunde und abonnierten Fanpages gezeigt. Facebook selektiert Posts sehr stark und zeigt uns, unterschiedlichen Schätzungen zufolge, lediglich etwa 5 – 20 % der tatsächlich online gestellten und eigentlich für unsere Augen bestimmten Fotos, Links, Videos und Textupdates.
Facebook bedient sich bei der Auswahl dessen, was in unseren Newsfeeds landet, des EdgeRank Algorithmus. Im Gegensatz zu Googles bekanntem und den meisten von uns geläufigen PageRank Algorithmus, der Websites anhand ihrer Verlinkungen gewichtet und somit die Reihung der Ergebnisse in der Google Suche beeinflusst, wissen die meisten von uns mit dem EdgeRank nichts anzufangen. Doch ist er vor allem für auf Facebook vertretene Unternehmen von nicht zu unterschätzender Bedeutsamkeit.
Mit dem EdgeRank berücksichtigt Facebook in erster Linie, wie viele Interaktionen eine Person oder eine Fanpage im sozialen Netzwerk verursacht. Je mehr, desto besser. Je mehr Likes, Kommentare oder Shares also ein Update nach sich zieht, desto besser wird der EdgeRank der postenden Person oder Fanpage. Und je höher der EdgeRank, desto mehr Beiträge werden in den Newsfeeds der Fans und Freunde auch tatsächlich angezeigt.

Ein paar Fakten dazu hat Chad Wittmann von socialfresh.com (verlinken) zusammengetragen:

1) Der durchschnittliche Facebook Post einer Fanpage erreicht nur etwa 17 % der Fans. Diese Zahl kann vor allem durch eine Sache erhöht werden – durch Interaktion der Fans mit der Fanpage in Form von Like-Klicks, Kommentaren und geteilten Inhalten. Facebook belohnt Fanpages mit engagierten Fans mit einem höheren EdgeRank und somit einer höheren Reichweite der Beiträge (Stichwort: Freunde der Fans).

2) Ein typischer Facebook Post hat eine Lebensdauer von etwa drei Stunden. Das bedeutet, dass ein Statusupdate nach etwa drei Stunden kaum mehr wahrgenommen und somit auch nicht mehr kommentiert oder geteilt wird. Erst dann sollte ein neues Update online gestellt werden. Je länger die Lebensdauer eines Posts, desto weniger pro Tag sind nötig und auch sinnvoll.

3) Laut aktuellen Untersuchungen sind Kommentare für den EdgeRank wertvoller als Like-Klicks. Kommentare werden mit direkten Aufforderungen an die Fans erreicht, ihre Meinung kundzutun.

4) Facebook überwacht und merkt sich jeden Kommentar, Like-Klick, jeden geteilten Beitrag und jedes Update, um die Beziehung zwischen Fanpage und Fans besser zu verstehen und bezieht alle diese Ergebnisse in die Berechnung des EdgeRanks mit ein. Je tiefer die Beziehung, desto höher der EdgeRank und desto größer die Reichweite und Lebensdauer der Postings.

5) Der mit der Einführung der Social Apps ins Gespräch gekommene GraphRank ist ein Teil des EdgeRanks und untersucht die Vorlieben eines Users in Bezug auf die neuen Apps der Timeline. Facebook versucht mithilfe des GraphRanks, jedem User passende Stories aus den Social Apps zu zeigen.

Höherer EdgeRank durch mehr Interaktion
Sowohl der Edge Rank, als auch der GraphRank legen für jeden Facebook-User individuell fest, welche Updates er in seinem Newsfeed zu lesen bekommt. Für aufmerksame Unternehmer stellt sich hier natürlich die Frage, wie sie den EdgeRank ihrer Fanpage positiv beeinflussen können. Und auch hier lautet unsere Antwort, wie so oft: relevanter, auf die gewünschte Zielgruppe zugeschnittener Content, Abwechslung in Form von Fotos, Videos und Facebook Questions, Aufforderung zur Interaktion, rasche Reaktion auf Feedback und natürlich effizientes Monitoring.

Mehr Interessantes hier bei uns:
All Facebook Stats – mächtiges Analysetool für Fanpages
Infografik: Der Social Media Lebenszyklus
Social Media Monitoring – praktische Tipps und Tools
Timeline Social Apps – Content nah am Leben
Wie Sie mit Facebook Insights die Anzahl der Fans erhöhen

Quellen:
http://socialfresh.com/facebook-edgerank-facts/

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