Mehr Reichweite für Fanpages und schon wieder ein neues Timeline-Design – Facebook bestimmt wieder mal die Webwoche. Außerdem: Filter für Vimeo und ein bedeutender Meilenstein für Instagram.
Wie berichtet, hat Facebook mehrere Monate lang (!) die mobile Reichweite von Page Posts aufgrund eines Software-Fehlers nicht gemessen. Dieser ist nun seit wenigen Tagen behoben und die Auswirkungen sind bereits spürbar. EdgeRank Checker hat 1000 Fanpages hinsichtlich der viralen, organischen und gesamten Reichweite untersucht. Das Ergebnis ist eindeutig: Die virale Reichweite von Beiträgen ist deutlich gestiegen – von 0,16% pro Fan auf 0,60% (median). Die totale Reichweite stieg von 12% auf 16% und die organische von 10% auf 14%. Vor allem Fanpages mit 10.000 bis 50.000 Fans freuen sich aktuell über eine gestiegene Reichweite, bei kleineren Seiten fallen die Änderungen weniger ins Gewicht.
Seit dem Wochenende können mit der neuen Version der Facebook-App endlich auch iOS-User Facebook Page Posts mobil teilen. Warum die Einführung des Share-Buttons, der in der Android-App und im mobilen Browser schon seit mehreren Monaten zur Verfügung steht, so lange gedauert hat, ist nicht bekannt. App-Version 5.5 bringt neben der Teilen-Funktion auch ein kleines Redesign der Like- und Comment-Buttons.
Nutzer in den USA und in Kanada können außerdem jetzt direkt aus der Facebook App heraus kostenlos ihre Freunde anrufen, bisher musste dafür die Messenger App bemüht werden. In Europa dürfte dieser Dienst wohl noch auf sich warten lassen.
Die vergangenen Tage brachten Neuerungen bei den Facebook Events, ein Redesign für Facebook Angebote sowie einen Vergleich zwischen Page Post Ads und Marketplace Ads. Außerdem zeigt eine neue Studie, dass Frauen Pinterest und Facebook bevorzugen, während Männer sich lieber in 140 Zeichen ausdrücken. Zusätzlich gibt’s bei uns diese Woche noch einige Tools, um mehr aus Instagram herauszuholen – das mobile Foto-Netzwerk hat immerhin täglich schon mehr Besucher als Twitter. In Österreich spielen beide Plattformen immer noch eine untergeordnete Rolle, gewinnen aber auch hierzulande stetig an Aufmerksamkeit.
Facebook testet gerade ein neues Format für die Angebote bzw. Offers, das für mehr Performance sorgen soll. Gerade für kleine Lokal- und Shopbetreiber ein Grund, sich diesen Facebook-Dienst nochmal genauer anzusehen.
Neben einem neuen Design mit größerer Anzeige und größerem Bild, wurde der „Get Offer“ Button durch „Shop Now“ ersetzt. Ergänzt werden die Offer-Posts um einen „Remind me“ Button, der den Nutzer per Notification an das Angebot erinnert. Wann das passieren soll, kann das postende Unternehmen beim Erstellen des Angebots einstellen, im Nachhinein allerdings nicht mehr.
Die Socia Media Agentur Nanigans hat zwei Facebook-Werbeformate hinsichtlich ihrer Kosten und ihrer Klickraten miteinander verglichen: Page Post Ads und Marketplace Ads. Außerdem wurden Page Post Ads in der Desktop- und in der Mobilversion gegenüber gestellt.
Als Page Post Ads werden Werbeanzeigen bezeichnet, die aus Statusupdates erstellt werden können. Im Gegensatz zu Sponsored Stories, stehen beim Targeting alle Optionen offen – man erreicht also nicht nur die Freunde der Fans, sondern alle gewünschten User. Interagieren Freunde mit dem beworbenen Post (Like, Kommentar oder Share), wird das natürlich angezeigt. Marketplace Ads sind die herkömmlichen Werbeanzeigen in der rechten Seitenleiste.
Tausende amazon.de -Kunden machen nach einem ARD-Beitrag derzeit ihrem Ärger über die Arbeitsbedingungen auf der Facebook-Seite des Onlinehändlers Luft. Passend dazu zeigt eine aktuelle Facebook-Studie, wie aktiv Facebook-Fans wirklich sind.
Außerdem diese Woche: Neues zur 20% Text-Regel für Werbeanzeigen und wir haben ZiB 2 Anchorman und Vorzeigetwitterer Armin Wolf genauer unter die Lupe genommen.
Eine Dokumentation des Fernsehsenders ARD am vergangenen Mittwoch mit dem Titel „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ (online in der ARD Mediathek) führte zu einem Shitstorm auf der Fanpage des Unternehmens, wie er im deutschsprachigen Raum noch nicht oft gesehen wurde. Der TV-Beitrag hatte die Arbeitsbedingungen ausländischer Leiharbeiter sowie die Beschäftigung mutmaßlicher Rechtsradikaler als Sicherheitspersonal zum Thema. Noch vor Ende der Ausstrahlung begannen erste Zuseher und Kunden, ihrem Ärger auf Facebook Luft zu machen.